Ist Couchsurfing zu einem Tinder für die Boheme geworden?

Einheimische, die eine Gratisunterkunft und nette Gesellschaft an einem wunderschönen Urlaubsort anbieten? Klingt nach dem Traum jedes Backpackers. Aber ist das immer noch so?

Von Iris Pase / 9.9.2017

Couchsurfing ist eine weltberühmte Website für die Vermittlung von Unterkünften und ein soziales Netzwerk mit mehr als 14 Millionen Mitgliedern, eine Zahl, die täglich steigt. Wie der Name vermuten lässt, gibt die Seite ihren Mitgliedern die Möglichkeit, Gastgeber zu werden oder im Haus eines anderen Mitglieds als Gast zu übernachten – vielleicht auf dessen Couch – und somit direkt mit Einheimischen in Kontakt zu kommen. Außerdem kann man auch einfach nur neue Leute treffen oder Events besuchen, die von der lokalen Couchsurfing-Community organisiert wurden, wenn man nicht gleich die Unterkunft mit einem Fremden teilen möchte.

Die Philosophie hinter dem Projekt fördert den kulturellen Austausch, indem sie das Beste aus der ältesten aller Weisheiten macht: “Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Tier”. Es gibt wohl tatsächlich keine bessere Art und Weise, einen neuen Ort zu erkunden und kennenzulernen, als sich mit dessen Einheimischen zu treffen, in einer gemütlichen Atmosphäre und neuen Umgebung Erfahrungen und Ideen zu teilen und damit eine Verbindung zwischen Menschen zu schaffen, die andere Lebenseinstellungen verstehen möchten.

Foto: flickr (ephidryn)

Aber wie ist Couchsurfing eigentlich entstanden?

Im Jahr 1999 hatte der junge Programmierer Casey Fenton, damals 25, einen billigen Flug nach Island gebucht; allerdings brauchte er noch eine Bleibe. Er wollte nicht auf die gängigen Übernachtungsmöglichkeiten zurückgreifen und so versuchte er sein Glück und mailte über 1500 isländische Studenten an mit der Frage, ob ihn jemand bei sich auf der Couch schlafen lassen würde. Fenton hatte Glück und bekam viele Antworten, wobei er erfreut feststellte, dass die Studenten ihm nicht nur eine Couch, sondern auch eine Tour durch ihr Reykjavík anboten. Sein Aufenthalt war so fantastisch, dass er ‘Couchsurfen’ zu seiner neuen Standardart zu reisen machte.

Ein paar Jahre später schaffte er es, seine Erfahrung in eine gemeinnützige Organisation sowie eine Website umzuwandeln und damit eines der berühmtesten Beispiele der Sharing Economy zu kreieren. Allerdings konnten wegen des gemeinnützigen Status von Couchsurfing nicht genug Ressourcen für die Bearbeitung der Flut von neuen Nutzern generiert werden, was zu zahlreichen technischen Problemen führte.

Da Couchsurfing sich ohne Spenden nicht selbst aufrechterhalten konnte, akzeptierte die Seite 7,6 Millionen Dollar von den Risikokapitalgebern Benchmark Capital und Omidyar Network und wurde – wie Fenton es selbst ausdrückte – zu einer B Corporation, also einem Unternehmen, das geschäftliche Mittel dazu verwendet, gemeinnützige Ziele zu verwirklichen. Ein Jahr später erhielt die Firma eine weitere 15-Millionen-Dollar-Spende, was es ihr ermöglichte, Innovationen umzusetzen und neue Dienstleistungen anzubieten; auch wenn die finanziellen Probleme gelöst waren, kündigten sich neue Schwierigkeiten an.

Couchsurfing oder … Sexsurfing? Ist dies das Ende von “unschuldigen Couchsurfern”?

“Wir haben alles getan was Erwachsene tun würden. Was ist schief gelaufen?”
― William Golding, Herr der Fliegen

Seit der Umwandlung in eine gewinnorientierte Organisation hat die unablässige Vergrößerung der Community offensichtlich das Ende von Couchsurfings Unschuld eingeläutet: Zahlreiche neue Benutzer halten sich nicht an die Philosophie des Teilens und haben vielmehr eine “Do-ut-des-Attitüde”, wobei sie oft Sex als Gegenleistung für die Bereitstellung einer Unterkunft erwarten.

Durch eine einfache Google-Suche nach dem Begriff “Couchsurfing” oder die Lektüre einiger Reiseblogposts zu dem Thema, wird man schnell erkennen, wie sich die Plattform zu einer Dating-Website entwickelt hat. Ich spreche hier nicht von Gelegenheitssex zwischen einem Gast und dessen Gastgeber und ich würde niemals einen einvernehmlichen Akt zwischen zwei erwachsenen Menschen kritisieren. Das Problem, das ich ansprechen möchte, ist die Tatsache, dass “Leute dieses Portal dazu verwenden, nach Frauen für kostenlosen Sex zu jagen und umgekehrt”, um es mit den Worten der Reisebloggerin Agnes Walewinder zu sagen. Couchsurfing sollte ein sicherer Hafen für alternative Reisende sein, entwickelt sich aber immer mehr zu Sexsurfing, was Reisende, besonders weibliche Backpacker, davon abschreckt, es zu benutzen, da sie Angst haben, sexuell belästigt, vergewaltigt oder sogar ermordet zu werden. 

Als wäre das noch nicht genug, wimmelt die Seite jetzt von sogenannten Pick-Up-Artists, Leuten (normalerweise Männern, aber nicht ausschließlich), die sich darauf spezialisiert haben, Sexualpartner anzulocken oder gewohnheitsmäßig zu verfolgen: Gibt es einen besseren Weg, die Objektivierung und Herabwürdigung von Frauen zu verfestigen?

Nehmen wir zum Beispiel John Mavericks Artikel “How to seduce naughty Couchsurfing girls” und “8 signs of a naughty Couchsurfing girl.”. Der Autor behauptet, Couchsurfing beigetreten zu sein, um “Mädels zu ficken” und er teilt seine “Expertise”, um anderen Männern zu helfen, die Probleme haben, Frauen flachzulegen. Statt sich dem anderen Geschlecht auf eine gesunde und respektvolle Weise zu nähern, basieren Mavericks Techniken offensichtlich auf Unterwerfung und Täuschung, was Frauen wie Beute erscheinen lässt, die man(n) am besten jagt, indem man(n) ihre scheinbare Promiskuität und Frivolität ausnutzt. Beide Artikel repräsentieren den Inbegriff von Soziopathie, männlichem Chauvinismus und Misogynie, ganz zu schweigen von einem Rassismus der stumpfesten Sorte. Ich zitiere: “Während einige Nationalitäten einfacher rumzukriegen sind als andere, haben diese Länder (z. B. Frankreich, Finnland und Polen) etwas an sich, das Frauen hervorbringt, die fast immer ein garantierter Fick sind.”

Leider ist das kein Einzelfall: Business Insider beschrieb Couchsurfung als “größte Aufreiß-App, die jemals entwickelt wurde”, während Aufreiß-Guides immer häufiger gepostet werden und gleichzeitig Websites wie ‘Couchbangs’ auftauchen, eine Sammlung von sexuellen Begegnungen von Couchsurfing-Gastgebern, die ihre Gäste – seien sie männlich oder weiblich – ins Bett gekriegt haben.

Backpacker. Foto: flickr (Garry Knight)

Ist das das Ende von Couchsurfing?

Ist es noch möglich, die Seite sicher zu nutzen oder sollten wir uns eine andere Plattform wie HospitalityClub, Trustroots oder Be Welcome suchen?

Couchsurfing ist sicherlich gefährlicher als zuvor, aber dessen Community besteht immer noch aus zahlreichen guten und aufrichtigen Menschen, die das Reisen lieben; deshalb würde ich niemandem dazu raten, die Community zu verlassen. Wenn alle respektablen Mitglieder gehen, wäre außerdem der Übergang zu einer Dating-Website vollzogen und das dürfen wir nicht zulassen. Couchsurfing hat es vielen Reisenden ermöglicht, ihre Träume zu verwirklichen und das kann es immer noch, wenn wir die Leute dazu ermutigen, es im ursprünglich gedachten Sinne zu nutzen.

Daher ist es für uns unabdingbar, im Voraus zu verstehen, ob man einem Gastgeber vertrauen kann. Wir müssen uns über unser Reiseziel und mögliche Ausweichunterkünfte informieren; darüber hinaus kann es nützlich sein, sich Charakteristika zu vergegenwärtigen, die häufig bei Pick-Up-Artists und eventuellen sexuellen Angreifern zu finden sind. Um ein bisschen Licht in diese Angelegenheit zu bringen, werden wir heute mit Hannah sprechen, einer erfahrenen, abenteuerlustigen Couchsurferin, die ihre guten und schlechten Erfahrungen mit uns teilen und uns ein paar Tipps geben wird, wie wir auf der sicheren Seite bleiben.

Meeting Halfway: Hi Hannah, willkommen und danke, dass du dir Zeit für uns nimmst. Lass uns ganz am Anfang beginnen. Wie hast du Couchsurfing entdeckt?

Hannah: Hallo! Naja, ich bin allein durch die Welt gereist, seit ich 18 war, und ich habe schnell gelernt, wie wichtig es ist, beim Backpacking auf sein Budget zu achten. Außerdem habe ich gelernt, wie außergewöhnlich ein Ort wird, wenn man ihn mit einem Einheimischen besichtigt. Ich weiß nicht mehr genau, wer mir von Couchsurfing erzählt hat, aber ich wollte unbedingt nach Indien und bei einem Einheimischen übernachten und deshalb habe ich mich angemeldet und der Rest ist Geschichte.

MH: Wie cool! Du warst sehr mutig, als du alleine in ein Land wie Indien gereist bist, vor allem, weil es ja generell als gefährliches Land für alleinreisende Frauen gilt. Da wir gerade davon reden: Hast du während deiner Couchsurfing-Zeit irgendwelche Schwierigkeiten wegen deines Geschlechts erlebt, vielleicht beängstigende Situationen oder Personen?

H: Da gab es ein paar Situationen, wo ich wusste, dass der Typ Sex erwartete. Als ich einmal durch Schottland gereist bin, war da dieser Typ, bei dem ich mich sehr unsicher gefühlt habe. Er wirkte normal in dem Café, wo wir uns getroffen haben; dann nahm er mich mit in seine Wohnung mitten im Nirgendwo und benahm sich sehr komisch. Als Erstes bemerkte ich seinen Margaret-Thatcher-Schrein. Er meinte, er würde Nudeln für mich kochen und steckte buchstäblich ungekochte Spaghetti mit Tomatensoße darauf in die Mikrowelle. Er erzählte mir, er wäre ein Geist und fragte, ob ich ein Geist werden wollte. Er meinte, viele Couchsurfer würden es miteinander treiben und als ich sagte, dass ich kein Interesse hätte, versuchte er mir einzureden, ich wäre dumm, weil ich ihn beschuldigte, mich angemacht zu haben. Er fragte mich, ob ich Tee wollte und schloss die Küchentür, während er ihn zubereitete, also habe ich nichts davon getrunken. Ich habe die Nacht über keine Sekunde geschlafen und bin abgehauen, sobald die Sonne aufgegangen war. Das Einzige, was er noch sagte, war, dass ich ihm “eine gute Rezension schreiben” sollte.

MH: Vollkommen verrückt, und die Angst, die du da gehabt haben musst! Die Mehrheit der missbrauchten oder bedrohten Frauen meldet ihren Gastgeber nicht, um keine schlechte Rezension auf Couchsurfing zu kriegen. Was hast du gemacht? Hast du ihn gemeldet oder eine schlechte Rezension geschrieben?

Hannah in Schottland. Foto: Privat

H: Ich hatte ihm zwei Tage lang keine Rezension geschrieben (denn ich war mit Trampen und Erkunden beschäftigt, hatte keinen Moment Zeit, mich hinzusetzen und das zu tun) und er schrieb ein falsche, bösartige Rezension, wie ich IHN ausgenutzt hätte. Ich meldete ihn bei Couchsurfing und erzählte ihnen, was er getan hatte und ich glaube, seine Seite ist gelöscht worden. Oder vielleicht hat er sie selbst gelöscht, denn sie war auf jeden Fall nicht mehr da. Monate später habe ich eine Nachricht von einem Typen auf Couchsurfing mit demselben Nachnamen wie ich (!!) bekommen – keine Fotos oder Rezensionen -, in der er mich eine verzogene hässliche Schlampe nennt. Ich schrieb ihm, er solle sich um seinen Kram kümmern und habe ihn geblockt; hab nie wieder was von ihm gehört.

MH: Leider bist du nicht die Einzige, die eine schlechte Rezension von ihrem eigenen “sexuellen Angreifer” bekommen hat. Du warst mutig, als du ihn gemeldet hast, also hoffen wir mal, dass er niemand anderen mehr belästigt. Nach welchen Kriterien wählst du jetzt deine Gastgeber aus, besonders nach diesen unglücklichen Begegnungen?

H: Ich bin sehr wählerisch. Sie müssen viele Rezensionen haben. Mindestens 30. Und ich lese mir alle durch. Und wenn es nur Rezensionen von Frauen sind, ist das ein dickes Achtung-Schild und ich schreibe sie nicht an. Lest euch deren ganzes Profil komplett durch, denn so kann man leicht erkennen, ob jemand Mist erzählt. Schreibt ihnen mehr als einfach nur “Kann ich bei dir übernachten?” und ich treffe mich immer zuerst an einem öffentlichen, vielbesuchten Ort mit ihnen. Verbringt vielleicht die erste Nacht in einem Hostel und wenn ihr die Person während des Treffens vertrauenswürdig findet, könnt ihr immer noch die nächste Nacht bei ihr verbringen oder ihr habt einfach eine neue Freundschaft geschlossen.

MH: Viele Frauen ziehen es vor, nur bei Frauen zu übernachten; findest du das gut? Oder findest du, dass dabei ein großer Teil der Couchsurfing-Erfahrung auf der Strecke bleibt?

H: Ich persönlich mache das nicht so. Ich habe bei ein paar Frauen übernachtet und es war super, aber ich bin froh, dass ich das Risiko eingegangen bin, bei Männern zu übernachten, denn so habe ich einige tolle, platonische Freundschaften geschlossen. Ich habe noch nie mit einem Gastgeber rumgemacht oder mich dazu gezwungen gefühlt (der Schotte hat mir zwar Angst eingejagt, aber ehrlich gesagt hatte ich immer das Gefühl, leicht entkommen zu können, wenn er mich angefasst oder irgendwas Bedrohliches gesagt hätte. Es war meine Entscheidung, bis zum Morgen zu warten). Allerdings kann ich jemand anderem nicht sagen, wann er sich wohlzufühlen hat; wenn sich eine Frau also wohler dabei fühlt, nur bei anderen Frauen zu couchsurfen, würde ich nicht sagen, dass die Erfahrung ruiniert oder vergeudet wäre.

MH: Du scheinst Couchsurfing und die Möglichkeiten, die es bietet, wirklich zu lieben; warum sollte man deiner Meinung nach zumindest einmal in seinem Leben couchsurfen?

H: Für mich ist das Beste an Couchsurfing, dass man einen Ort durch die Augen eines Einheimischen sieht. Die können davon erzählen, wie es ist, in einer bestimmten Stadt/Region aufzuwachsen, über die Geschichte Auskunft geben oder einfach sagen, wie es wirklich ist, an dem Ort zu leben, den du besuchst. Ein großes Plus sind natürlich auch Geheimtipps für Restaurants oder das Nachtleben. Außerdem fühle ich mich als alleinreisende Frau beim Couchsurfen sicherer, als wenn ich in einem Hostel übernachten würde, denn du wirst von jemandem herumgeführt, der die Straßen, die Gepflogenheiten und die Menschen kennt. Wenn du wie ein verirrter Tourist durch die Gegend zuckelst, werden manchmal Taschendiebe auf dich aufmerksam oder du fühlst dich verwirrt und hilflos, vor allem, wenn es eine Sprachbarriere gibt. Couchsurfing kann einen fremden Ort zur Heimat werden lassen.

MH: Nach all den ungemütlichen Situationen oben sind wir endlich bei der schönen Seite von Couchsurfing angelangt. Warum beenden wir das Gespräch nicht mit deiner besten Couchsurfing-Erfahrung bisher?

H: Es ist schwer, die beste auszuwählen, ich hatte so viele tolle, aber es gibt da zwei wirklich unvergessliche. Die erste war in Sarajevo, die zweite in Gozo bei einem zirka fünfzigjährigen schwulen Mann. Er lebte allein in diesem großartigen, bungalowartigen Haus, das vollgestopft war mit allem möglichen Krimskrams, einer riesigen Bibliothek, recyceltem Wasser, Efeu, der draußen und drinnen wuchs und einem Dachbalkon. Als ich da war, hatte er insgesamt sechs Gäste, die in Etagenbetten und auf ausgezogenen Couches schliefen. Der Typ ist wirklich unglaublich, er kocht jeden Tag drei gigantische, warme, selbstgemachte Mahlzeiten. Umsonst! Er hat es einem leicht gemacht, tiefsinnige Gespräche über Geschichte, Politik, Religion oder das Leben zu führen und die Gespräche am Abendbrottisch waren inspirierend. Er hat nie irgendeine Gegenleistung verlangt. Einfach unglaublich. Ich muss ihm außerdem dafür danken, dass ich eine lebenslange Freundschaft mit einem anderen Couchsurfer geschlossen habe, der bei ihm übernachtet hat, als ich auch da war und wir halten immer noch den Kontakt.

Autorin

Iris Pase (Italien)

Studium: Geschichte und Philosophie

Sprachen: Italienisch, Englisch

Europa ist… wenn man einen anderen Europäer trifft und die gemeinsame Geschichte, Kultur und Mentalität spürt.

Blog: The Venetian Rover

Übersetzung

Birger Niehaus (Deutschland)

Studium: Deutsch / Skandinavistik

Sprachen: Deutsch, Englisch, Schwedisch, ein bisschen Isländisch und Finnisch

Europa ist … dieses Fleckchen zwischen Alaska und Västerås.

Author: Anja

Share This Post On

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

css.php

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen